Make ist eine visuelle No-Code-/Low-Code-Automatisierungsplattform für Integrationen, Workflows und zunehmend auch agentische KI-Prozesse.
Unternehmen können damit Daten und Aktionen zwischen 3.000+ Apps verbinden, API-basierte Abläufe automatisieren und KI-Funktionen wie AI Agents, AI Toolkit, AI Content Extractor, AI Web Search und MCP-Server in Szenarien einbauen. Das Produkt adressiert sowohl einfache App-Automationen als auch komplexere Enterprise-Workflows mit Team-, Governance- und Hybrid-Anbindung.
Make
„Automate your work.“
Herkunft: USA ⓘ Celonis, Inc., One World Trade Center, 87th Floor, New York, NY 10007, USA.
Core: ab 9 USD/Monat für 10k Credits/Monat; unbegrenzte aktive Szenarien, 1-Min.-Scheduling, höhere Datentransfers, Make API.
Pro: ab 16 USD/Monat für 10k Credits/Monat; zusätzlich Priority Scenario Execution, Custom Variables, Full-Text Execution Log Search.
Teams: ab 29 USD/Monat für 10k Credits/Monat; zusätzlich Teams & Rollen sowie geteilte Szenario-Templates.
Enterprise: individuelles Angebot; zusätzlich Custom Functions, Enterprise-App-Integrationen, 24/7 Enterprise Support, Value Engineering, Overage Protection, Advanced Security; On-Prem-Agent ist in der Enterprise-Welt verankert. Sonstiges e Make rechnet grundsätzlich in Credits ab. Auf Paid-Plänen lassen sich Extra Credits manuell oder automatisch zukaufen; laut Help Center mit 25 % Aufschlag gegenüber dem Planpreis. Für KI-Features kann der Verbrauch dynamisch sein, z. B. nach Tokens, Seiten, Dateigröße oder Laufzeit. Bei Make’s AI Provider rechnet Make Credits für Operationen und Tokens; bei Custom AI Provider Connections (nur Paid-Pläne) zahlt man Make für Operationen und den jeweiligen KI-Anbieter separat für Tokens.
Zielgruppe
Make richtet sich an ein breites Spektrum: von Einzelanwendern, die einfache App-Automationen per Drag-and-drop bauen möchten, bis zu Teams und Großunternehmen, die fachbereichsübergreifende Integrations- und KI-Landschaften aufbauen. Offiziell adressiert Make u. a. Marketing, Sales, Operations, Customer Experience, Finance, IT, HR und Workplace Productivity. Für Enterprise-Nutzer positioniert sich Make zusätzlich als Plattform für skalierbare, sichere und governance-fähige Automatisierung.
Herausragende Funktionen
Besonders hervorzuheben sind die visuelle Szenario-Modellierung, die große App-Bibliothek und die jüngere Verzahnung von KI mit klassischer Automatisierung. Make nennt unter „Make + AI“ mehrere Bausteine: AI Applications, MCP Server, AI Content Extractor, AI Web Search (beta), AI Agents und AI Toolkit. Die neuen AI Agents werden direkt im Builder erstellt und bieten laut Make eine nachvollziehbare Ausführung über ein Reasoning-Panel, was Debugging und Transparenz gegenüber typischen Black-Box-Agenten verbessert.
Wichtigste Anwendungsfelder
Zu den wichtigsten Feldern gehören App-Integrationen, Daten- und Prozess-Synchronisation, Lead- und CRM-Automation, E-Mail- und Marketing-Workflows, Support-Triage, Reporting, Dokumentenextraktion und KI-gestützte Entscheidungslogik. Make nennt außerdem konkrete Agentenbeispiele wie Support-Ticket-Triage, Sales Outreach, Content Marketing, Market Research und Candidate Screening. Damit deckt das Tool sowohl klassische BPA-Szenarien als auch neuere agentische Use Cases ab.
Nutzung & Hinweise
Die Bedienung erfolgt primär über den visuellen Scenario Builder. Für KI-Funktionen ist wichtig: AI Agents sind offiziell in Open Beta, und das Pricing kann sich ändern. Das Abrechnungsmodell basiert auf Credits; bei KI-Funktionen steigt die Komplexität, weil neben Operationen auch Tokens, Dateigrößen, Seiten oder Laufzeiten einfließen können. Aus Datenschutzsicht sollte man besonders auf die gewählte Hosting-Region, die aktivierten AI-Dienste und die Datenschutzbedingungen der angebundenen Drittanbieter achten.
Hosting & Daten
Bedeutung: Die Firma betreibt die Lösung auf eigener Hardware oder in der eigenen Infrastruktur. Im strengsten Sinn läuft dabei nicht nur die Anwendung, sondern idealerweise auch das Modell lokal.
2) Private Cloud / RZ
Bedeutung: Die Lösung läuft in einer dedizierten oder stärker abgegrenzten Cloud-Umgebung, oft bei einem Hosting-Anbieter oder Hyperscaler, aber in einem deutschen Rechenzentrum oder in einer besonders kontrollierten Umgebung.
3) EU-SaaS / Managed
Bedeutung: Der Anbieter betreibt die Lösung selbst als Dienst. Die Firma nutzt das Tool als fertigen Cloud-Service, idealerweise mit EU-Datenresidenz.
4) Hybrid
Bedeutung: Ein Teil der Verarbeitung bleibt intern / lokal / in privater Cloud, ein anderer Teil läuft in einer externen Cloud oder EU-SaaS.
5) AVV / DPA
Bedeutung: Das ist der Auftragsverarbeitungsvertrag bzw. Data Processing Addendum. Er regelt, dass der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet und an die Weisungen des Kunden gebunden ist.
6) Kein Training
Bedeutung: Der Anbieter nutzt deine Prompts, Uploads, Anhänge, Chatverläufe oder Outputs nicht zum Training oder zur Verbesserung des allgemeinen Modells — idealerweise vertraglich ausgeschlossen.
7) Open-Source-/Transparenz-Pfad
Bedeutung: Es gibt einen Weg zu mehr technischer Transparenz und Souveränität, etwa durch:
- offene Modelle
- dokumentierte Komponenten
- self-hostbare Teile
- nachvollziehbare Architektur
- Export-/Wechselmöglichkeiten
| On-Prem / lokales Hosting | ⚠️ |
| Private Cloud / RZ | ⚠️ |
| EU-SaaS / Managed | ✅ |
| Hybrid | ✅ |
| AVV / DPA | ✅ |
| Kein Training | ❓ |
| Open-Source-/Transparenz-Pfad | ⚠️ |
Make ist am stärksten als EU-fähige Managed-SaaS- plus Hybrid-Plattform aufgestellt, nicht als echtes Self-Hosted-/On-Prem-Produkt. Wer EU-Regionen, DPA/SCCs und restriktive Providerwahl sauber konfiguriert, bekommt eine belastbare Compliance-Basis; wer jedoch US-AI-Provider oder viele Drittservices aktiviert, erhöht die Prüf- und Dokumentationslast deutlich.
| On-Prem / lokales Hosting | ⚠️ |
| Private Cloud / RZ | ⚠️ |
| EU-SaaS / Managed | ✅ |
| Hybrid | ✅ |
| AVV / DPA | ✅ |
| Kein Training | ❓ |
| Open-Source-/Transparenz-Pfad | ⚠️ |
Make ist am stärksten als EU-fähige Managed-SaaS- plus Hybrid-Plattform aufgestellt, nicht als echtes Self-Hosted-/On-Prem-Produkt. Wer EU-Regionen, DPA/SCCs und restriktive Providerwahl sauber konfiguriert, bekommt eine belastbare Compliance-Basis; wer jedoch US-AI-Provider oder viele Drittservices aktiviert, erhöht die Prüf- und Dokumentationslast deutlich.
Stärken & Schwächen im Überblick
| Stärken | Schwächen |
|---|---|
| – Sehr starke visuelle Workflow-Modellierung ohne Pflicht zu eigener Backend-Entwicklung. | – Das Preismodell ist credits-basiert; bei KI- und erweiterten Funktionen kann der Verbrauch dynamisch nach Operationen, Tokens, Seiten, Dateigröße oder Laufzeit schwanken, was die Kalkulation erschwert. |
| – 3.000+ Standard-Apps und API-Zugriff für breite Integrationsabdeckung. | – Die Free-Stufe ist für produktiven Betrieb deutlich begrenzt, u. a. mit 1.000 Credits/Monat, 2 aktiven Szenarien und 15-Minuten-Intervall. |
| – KI-Funktionen sind nicht nur Add-ons, sondern direkt in Szenarien integrierbar. | – Der On-Prem-Agent ist laut Help Center eine Enterprise-Funktion und unterstützt derzeit nur den HTTP-Agent-Ansatz, also kein vollwertiges Self-Hosting der Gesamtplattform. |
| – Enterprise-Ausbau mit Team-Rollen, Templates, Enterprise-Apps, On-Prem-Agent und erweiterten Security-Funktionen. | – Die neuen AI Agents stehen offiziell in Open Beta; Funktionalität und Pricing können sich ändern. |
| – Offizielle Datenschutz-/Compliance-Dokumentation ist vergleichsweise umfangreich veröffentlicht. | – Für Drittanbieter-Services und deren Datenschutz-/Nutzungsbedingungen bleibt der Kunde laut MSA selbst verantwortlich. |
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DSGVO-konforme Nutzung möglich?
Positiv: Make veröffentlicht eine eigene GDPR-Seite, Privacy Notice, DPA, TOMs, SCCs und eine Subprocessor-Liste; Celonis Inc. verweist auf DPF-Registrierung und SCCs für Transfers in nicht-angemessene Drittländer. Die DPA setzt Make als Processor im Kundenauftrag ein; eine signierte Version kann laut DPA generiert werden. TOMs nennen u. a. MFA, Logging, Verschlüsselung at rest, AES-256 in transit, Audits und Rollen-/Freigabekonzepte. EU-Hosting ist laut Subprocessor-Liste möglich: AWS-Hosting in Deutschland (Enterprise) bzw. Irland (andere); weitere EU-Lokationen werden für einzelne Dienste genannt.
Negativ / Einschränkungen: Vertrags- und Privacy-Bezug läuft über Celonis, Inc. (USA); mehrere Subprozessoren und AI-Dienste sitzen in den USA bzw. hosten dort, etwa OpenAI, Google, Groq oder E2B. Die tatsächliche DSGVO-Lage hängt daher stark von gewählter Region, aktivierten AI-Funktionen und eingebundenen Drittanbietern ab. Eine pauschale Aussage „uneingeschränkt DSGVO-konform in jeder Konfiguration“ wäre nicht belastbar.