„A free AI-powered answer engine that provides accurate, trusted, and real-time answers to any question.“
Perplexity ist eine KI-gestützte Such- und Antwortplattform, die Websuche in Echtzeit mit zusammengefassten Antworten und Quellenangaben kombiniert.
Das Produktportfolio umfasst heute neben Search/Pro Search/Deep Research auch Internal Knowledge Search, Connectors, Asset-Erstellung für Dokumente/Präsentationen/Spreadsheets/Apps, Browser-/Agentenfunktionen sowie eine eigene API-Plattform.
Perplexity
A free AI-powered answer engine that provides accurate, trusted, and real-time answers to any question.
Standort: USA ⓘ San Francisco, Kalifornien
Perplexity Max: Enthält Pro-Funktionen plus höchsten Zugriff auf fortgeschrittene KI-Modelle, erweiterte Limits für „Create files and apps“, frühen Zugriff auf neue Produkte und priorisierten Support.
Education Pro: Für verifizierte Studierende und Lehrende; enthält Pro-Funktionen plus mehr Quellenangaben, Datei- und Bild-Uploads, Study Mode, erweiterten Zugriff auf Perplexity Research und Perplexity Academic.
Enterprise Pro: Enthält Pro-Funktionen plus strikte Datenschutzfunktionen, keine Nutzung der Daten für Training, Sitz-/Nutzerverwaltung, Organisations-Dateiablage, interne Wissenssuche, erhöhte Datei-Uploads, Admin-Kontrollen, Team-Spaces und dedizierten Support.
Enterprise Max: Enthält Enterprise-Pro-Funktionen plus höhere Limits für Research, Datei- und App-Erstellung, Videogenerierung, fortgeschrittene Modelle, größere Datei-Repositories, SCIM, Audit Logs, konfigurierbare Datenaufbewahrung und Insights-Dashboard. Sonstiges Sonar API: Separates Pay-as-you-go-Modell für Entwickler und Unternehmen, die Perplexity-Funktionen in eigene Produkte, Workflows oder Automatisierungen integrieren wollen. API-Nutzung wird separat über Credits bzw. Auto-Top-up verwaltet; ein Perplexity-Abo ist für API-Zugriff nicht erforderlich. Die API bietet keine Pro-/Max-Funktionen innerhalb der Web-App und laut Perplexity keine Datenprotokollierung oder Speicherung.
Wichtig: API-Zugriff ist nicht automatisch in Enterprise-Plänen enthalten; Enterprise und API werden separat behandelt.
Zielgruppe
Perplexity richtet sich an mehrere klar unterscheidbare Zielgruppen: erstens Privatnutzer und Knowledge Worker, die eine schnellere, zitierfähige Alternative zur klassischen Websuche wollen; zweitens Freelancer, Analysten, Berater und Redaktionen, die komplexere Recherchen, Vergleiche und Reports erstellen; drittens Organisationen, die internes Wissen aus Dateien und verbundenen Tools mit Webquellen kombinieren möchten; viertens Entwickler, die Perplexity-Suche oder Sonar-Modelle in eigene Produkte integrieren. Education Pro und Learn Mode zeigen außerdem, dass Bildung und akademische Nutzung inzwischen ein offizieller Schwerpunkt sind.
Herausragende Funktionen
Die stärksten Differenzierungsmerkmale sind die Kombination aus aktualitätsbezogener Websuche, Antworten mit Quellen, Deep Research, Internal Knowledge Search und Asset-Erstellung. Anders als reine Chat-Tools verbindet Perplexity Recherche mit operativer Weiterverarbeitung: Aus einem Recherche-Thread lassen sich Dokumente, Präsentationen, Tabellen oder kleine Apps erzeugen. Für Teams kommen Org-Repositories, Connectoren, Admin-Kontrollen, Retention-Einstellungen und Auditing hinzu; für Entwickler Search API, Agent API und Sonar API.
Wichtigste Anwendungsfelder
Am stärksten ist Perplexity überall dort, wo aktuelle, belegte Information schnell in nutzbare Ergebnisse überführt werden soll: Markt- und Wettbewerbsrecherche, akademische Recherche, Due Diligence, interne Wissenssuche, Report-Erstellung, Präsentationsvorbereitung, Quellensammlung, Datei-/Dokumentanalyse und forschungsnahe Wissensarbeit. Im Enterprise-Bereich verschiebt sich der Schwerpunkt zusätzlich in Richtung interner Knowledge Hub, Team-Zusammenarbeit, Connector-basierte Suche und Governance. Über die API eignet sich Perplexity außerdem für Such-, Research- und Agentenfunktionen in eigenen Anwendungen.
Nutzung & Hinweise
Für einfache Fragen reicht Free oft aus; für verlässliche Arbeitsnutzung ist Pro der realistischere Einstieg. Wer mit vertraulichen Daten, internen Dokumenten oder Team-Wissen arbeitet, sollte die Consumer-Pläne nicht mit Enterprise gleichsetzen: Bei Free/Pro/Max ist AI-Data-Usage grundsätzlich opt-out-basiert, während Enterprise explizit „never used for training“ und mehr Kontrollen bietet. Wichtig ist außerdem, das Pricing genau zu prüfen, weil Perplexity inzwischen mehrere Produktlinien kombiniert: Consumer Search, Research, Create, Comet/Computer, Enterprise und API. Gerade dadurch ist die Plattform mächtig, aber auch weniger leichtgewichtig als eine reine Suchmaschine
| Für wen geeignet? | Einschätzung & Begründung |
|---|---|
| Privatpersonen | Geeignet – Perplexity bietet einen Free-/Standard-Plan mit vielen Basic Searches und begrenzten Pro Searches; sinnvoll für schnelle Alltagsrecherche, Lernen, Themenüberblick und Quellenfindung. Für intensive Nutzung sind Pro oder Max passender, weil dort erweiterte Modelle, mehr Datei-Uploads sowie Bild- und Videogenerierung verfügbar sind. |
| Selbstständige / Freelancer | Sehr geeignet – besonders für Recherche, Content-Ideen, Markt- und Wettbewerbsanalyse, SEO-Vorbereitung, Kundenbriefings und schnelle Zusammenfassungen. Das passt stark zu den Use Cases Recherche, Texte / Content, SEO / GEO, Marketing / Werbung und Wissensmanagement / interne Suche. |
| KMU / kleine Teams | Geeignet bis sehr geeignet – Perplexity Enterprise ist auf Teams ausgelegt, die Webrecherche, interne Dateien und Tools in einer Plattform nutzen wollen; laut Perplexity können Teams Antworten aus Dateien, Integrationen und Webquellen abrufen. |
| Großunternehmen | Sehr geeignet – Enterprise Pro richtet sich laut Perplexity an Organisationen, die Produktivität steigern, komplexe Fragen schneller beantworten und strengere Sicherheitsanforderungen erfüllen wollen; es bietet u. a. User Management, höhere Datenschutzanforderungen und SOC-2-Bezug. |
| Entwickler / technische Teams | Sehr geeignet – über die Perplexity API lassen sich Search, Sonar, Agent API und Embeddings nutzen; geeignet für KI-Suche, RAG, Q&A-Anwendungen, Recherchetools, AI-Assistenten und Apps mit aktuellen Webquellen. |
| Datenschutzbewusste Unternehmen | Bedingt bis gut geeignet – positiv: Perplexity gibt an, Enterprise-Daten nicht zum Training oder Fine-Tuning zu verwenden; hochgeladene Dateien werden laut Help Center nach sieben Tagen gelöscht. Wichtig: Bei Free, Pro und Max ist „AI Data Retention“ standardmäßig aktiviert und muss aktiv deaktiviert werden, wenn Daten nicht fürs Training genutzt werden sollen. |
| Reine Kreativ-/Bildnutzer | Bedingt geeignet – Pro bietet laut Perplexity Bild- und Videogenerierung, aber die Kernstärke von Perplexity liegt klar bei Suche, Recherche, Quellenarbeit und Wissensfragen, nicht primär bei Kreativproduktion. |
| Nutzer, die nur Chat ohne Quellen brauchen | Bedingt geeignet – Perplexity kann Chat-ähnlich genutzt werden, ist aber besonders stark, wenn aktuelle Informationen, Quellen, Webrecherche und überprüfbare Antworten wichtig sind. Für reine Schreibassistenz ohne Recherche können ChatGPT, Claude oder Gemini je nach Workflow passender sein. |
Hosting & Daten
1) On-Prem / lokales Hosting
Bedeutung: Die Firma betreibt die Lösung auf eigener Hardware oder in der eigenen Infrastruktur. Im strengsten Sinn läuft dabei nicht nur die Anwendung, sondern idealerweise auch das Modell lokal.
2) Private Cloud / RZ
Bedeutung: Die Lösung läuft in einer dedizierten oder stärker abgegrenzten Cloud-Umgebung, oft bei einem Hosting-Anbieter oder Hyperscaler, aber in einem deutschen Rechenzentrum oder in einer besonders kontrollierten Umgebung.
3) EU-SaaS / Managed
Bedeutung: Der Anbieter betreibt die Lösung selbst als Dienst. Die Firma nutzt das Tool als fertigen Cloud-Service, idealerweise mit EU-Datenresidenz.
4) Hybrid
Bedeutung: Ein Teil der Verarbeitung bleibt intern / lokal / in privater Cloud, ein anderer Teil läuft in einer externen Cloud oder EU-SaaS.
5) AVV / DPA
Bedeutung: Das ist der Auftragsverarbeitungsvertrag bzw. Data Processing Addendum.
Er regelt, dass der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet und an die Weisungen des Kunden gebunden ist.
6) Kein Training
Bedeutung: Der Anbieter nutzt deine Prompts, Uploads, Anhänge, Chatverläufe oder Outputs nicht zum Training oder zur Verbesserung des allgemeinen Modells — idealerweise vertraglich ausgeschlossen.
7) Open-Source-/Transparenz-Pfad
Bedeutung: Es gibt einen Weg zu mehr technischer Transparenz und Souveränität, etwa durch:
- offene Modelle
- dokumentierte Komponenten
- self-hostbare Teile
- nachvollziehbare Architektur
- Export-/Wechselmöglichkeiten
| On-prem / local hosting | ❓ |
| Private cloud / data center | ⚠️ |
| EU SaaS / Managed | ⚠️ |
| Hybrid | ❓ |
| DPA / AVV | ✅ |
| No training on customer data | ⚠️ |
| Open source / transparency path | ⚠️ |
On-Prem / lokales Hosting: indirekt / nicht verfuegbar
On-Prem-, lokales Hosting oder Self-Hosting wird auf der Website nicht angegeben. Die dokumentierten Angebote beziehen sich auf SaaS, Enterprise und API.
Private Cloud / RZ: teilweise
Es gibt Enterprise- und API-Angebote mit zusätzlichen Datenschutzkontrollen und für die Sonar API Zero Data Retention. Eine dedizierte EU-/EWR-Private-Cloud oder ein klar benanntes abgegrenztes EU-Rechenzentrum wird auf der Website jedoch nicht angegeben.
EU-SaaS / Managed: teilweise
Perplexity ist im EU/EWR-Raum grundsätzlich adressierbar, nennt EU-Vertretung und Transfermechanismen. Eine ausdrückliche EU-Datenresidenz oder EU-/EWR-Betriebsregion für den Managed-SaaS-Dienst wird auf der Website aber nicht angegeben; die Datenschutzrichtlinie verweist primär auf die USA.
Hybrid: unklar
Ein Hybrid-Betriebsmodell mit internem/lokalem Teil plus externem Dienst wird auf der Website nicht angegeben.
AVV / DPA: abgedeckt
Ein DPA ist auf der Website veröffentlicht. Darin wird Perplexity im relevanten Kontext als Auftragsverarbeiter beschrieben, mit Regelungen zu Subprozessoren, Unterstützung, Sicherheitsmaßnahmen, Audits sowie EU-/UK-Datenschutzbezug.
Kein Training: teilweise
Für Enterprise wird angegeben, dass Daten niemals für KI-Training verwendet werden. Für die Sonar API gilt laut Privacy-&-Security-Seite Zero Data Retention und kein Training mit Kundendaten. Für Free, Pro und Max ist Training jedoch standardmäßig aktiviert und muss manuell per Opt-out deaktiviert werden; zuvor erhobene Trainingsdaten können laut Website nicht gelöscht oder entfernt werden.
Open-Source / Transparenz-Pfad: teilweise
Ein gewisser Transparenzpfad ist dokumentiert: Perplexity listet Drittmodelle und nennt, dass Sonar auf dem Open-Source-Modell Llama 3.1 70B basiert und von Perplexity feinabgestimmt wird. Ein umfassender Open-Source-, Self-Hosting- oder offen dokumentierter Komponentenpfad für das Gesamtprodukt wird auf der Website jedoch nicht angegeben.
Datenverarbeitung
Die Website beschreibt mehrere Verarbeitungspfade: allgemeine Service-Nutzung mit möglicher Speicherung/Verarbeitung hauptsächlich in den USA; Enterprise mit No-Training-Zusagen und zusätzlichen Aufbewahrungs-/Admin-Kontrollen; Sonar API mit Zero Data Retention und ohne Nutzung von Kundendaten zum Training. Das DPA nennt AWS als weltweite Cloud-Infrastruktur und verweist bei Modellanbietern auf eine gesonderte Drittmodell-Liste. Eine feste EU-/EWR-Datenresidenz für den gesamten Dienst ist auf der Website nicht angegeben.
Fazit
Für Nutzer im europäischen Raum ist Perplexity nicht als klar vollständig EU/EWR-residenter Standard-SaaS dokumentiert. DSGVO-nähere Nutzung ist unter Bedingungen eher über Enterprise oder Sonar API belegbar, gestützt durch DPA, SCC-/DPF-Hinweise, No-Training- bzw. Zero-Data-Retention-Aussagen und EU-Vertretung. Wegen primärer USA-Verarbeitung, fehlend belegter EU-Datenresidenz und standardmäßig aktivierter Trainingsdatennutzung bei Consumer-Plänen ist die Gesamtbewertung für den EU/EWR-Raum 'bedingt'.
Quellen
- https://www.perplexity.ai/help-center/de/articles/11564572-datenerfassung-bei-perplexity
- https://www.perplexity.ai/es/hub/legal/privacy-policy
- https://www.perplexity.ai/es/hub/legal/dpa
- https://www.perplexity.ai/ja/hub/legal/third-party-models
- https://docs.perplexity.ai/docs/resources/privacy-security
| On-prem / local hosting | ❓ |
| Private cloud / data center | ⚠️ |
| EU SaaS / Managed | ⚠️ |
| Hybrid | ❓ |
| DPA / AVV | ✅ |
| No training on customer data | ⚠️ |
| Open source / transparency path | ⚠️ |
On-Prem / lokales Hosting: indirekt / nicht verfuegbar
On-Prem-, lokales Hosting oder Self-Hosting wird auf der Website nicht angegeben. Die dokumentierten Angebote beziehen sich auf SaaS, Enterprise und API.
Private Cloud / RZ: teilweise
Es gibt Enterprise- und API-Angebote mit zusätzlichen Datenschutzkontrollen und für die Sonar API Zero Data Retention. Eine dedizierte EU-/EWR-Private-Cloud oder ein klar benanntes abgegrenztes EU-Rechenzentrum wird auf der Website jedoch nicht angegeben.
EU-SaaS / Managed: teilweise
Perplexity ist im EU/EWR-Raum grundsätzlich adressierbar, nennt EU-Vertretung und Transfermechanismen. Eine ausdrückliche EU-Datenresidenz oder EU-/EWR-Betriebsregion für den Managed-SaaS-Dienst wird auf der Website aber nicht angegeben; die Datenschutzrichtlinie verweist primär auf die USA.
Hybrid: unklar
Ein Hybrid-Betriebsmodell mit internem/lokalem Teil plus externem Dienst wird auf der Website nicht angegeben.
AVV / DPA: abgedeckt
Ein DPA ist auf der Website veröffentlicht. Darin wird Perplexity im relevanten Kontext als Auftragsverarbeiter beschrieben, mit Regelungen zu Subprozessoren, Unterstützung, Sicherheitsmaßnahmen, Audits sowie EU-/UK-Datenschutzbezug.
Kein Training: teilweise
Für Enterprise wird angegeben, dass Daten niemals für KI-Training verwendet werden. Für die Sonar API gilt laut Privacy-&-Security-Seite Zero Data Retention und kein Training mit Kundendaten. Für Free, Pro und Max ist Training jedoch standardmäßig aktiviert und muss manuell per Opt-out deaktiviert werden; zuvor erhobene Trainingsdaten können laut Website nicht gelöscht oder entfernt werden.
Open-Source / Transparenz-Pfad: teilweise
Ein gewisser Transparenzpfad ist dokumentiert: Perplexity listet Drittmodelle und nennt, dass Sonar auf dem Open-Source-Modell Llama 3.1 70B basiert und von Perplexity feinabgestimmt wird. Ein umfassender Open-Source-, Self-Hosting- oder offen dokumentierter Komponentenpfad für das Gesamtprodukt wird auf der Website jedoch nicht angegeben.
Datenverarbeitung
Die Website beschreibt mehrere Verarbeitungspfade: allgemeine Service-Nutzung mit möglicher Speicherung/Verarbeitung hauptsächlich in den USA; Enterprise mit No-Training-Zusagen und zusätzlichen Aufbewahrungs-/Admin-Kontrollen; Sonar API mit Zero Data Retention und ohne Nutzung von Kundendaten zum Training. Das DPA nennt AWS als weltweite Cloud-Infrastruktur und verweist bei Modellanbietern auf eine gesonderte Drittmodell-Liste. Eine feste EU-/EWR-Datenresidenz für den gesamten Dienst ist auf der Website nicht angegeben.
Fazit
Für Nutzer im europäischen Raum ist Perplexity nicht als klar vollständig EU/EWR-residenter Standard-SaaS dokumentiert. DSGVO-nähere Nutzung ist unter Bedingungen eher über Enterprise oder Sonar API belegbar, gestützt durch DPA, SCC-/DPF-Hinweise, No-Training- bzw. Zero-Data-Retention-Aussagen und EU-Vertretung. Wegen primärer USA-Verarbeitung, fehlend belegter EU-Datenresidenz und standardmäßig aktivierter Trainingsdatennutzung bei Consumer-Plänen ist die Gesamtbewertung für den EU/EWR-Raum 'bedingt'.
Quellen
- https://www.perplexity.ai/help-center/de/articles/11564572-datenerfassung-bei-perplexity
- https://www.perplexity.ai/es/hub/legal/privacy-policy
- https://www.perplexity.ai/es/hub/legal/dpa
- https://www.perplexity.ai/ja/hub/legal/third-party-models
- https://docs.perplexity.ai/docs/resources/privacy-security
Stärken & Schwächen im Überblick
| Stärken | Schwächen |
|---|---|
| • Sehr starker Fit für Recherche mit Quellenangaben und aktuelle Webinformationen. | • Bei Free/Pro/Max ist AI-Data-Usage bzw. Datennutzung zur Modellverbesserung standardmäßig aktiv, bis der Nutzer aktiv opt-out wählt; frühere Trainingsdaten werden laut Help Center nicht rückwirkend aus zuvor erhobenen Trainingsdaten entfernt. |
| • Deep Research für komplexe, mehrstufige Analysen. | • Wirklich starke Datenschutz-/Governance-Funktionen liegen erst in Enterprise. |
| • Internal Knowledge Search verbindet Web- und interne Dateien/Repos. | • Das öffentliche Pricing ist teils inkonsistent: Die Enterprise-Landingpage zeigt Jahrespreise umgerechnet als 34/271 US-$ pro Seat und Monat, das Help Center nennt 40/325 US-$ monatlich bzw. 400/3.250 US-$ jährlich. |
| • Create files and apps für Dokumente, PPTX, XLSX und HTML direkt aus Prompts. | • Max/Enterprise Max sind preislich deutlich höher positioniert. |
| • Breite Connector-/API-Landschaft für Entwickler und Teams. | |
| • Enterprise mit SSO/SCIM, Audit Logs, Datenretention, Admin Controls. |
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DSGVO-konforme Nutzung möglich?
Perplexity stellt auf der eigenen Website mehrere für die DSGVO-Nutzung relevante Bausteine bereit, darunter eine Datenschutzrichtlinie, ein DPA, EU-Vertretung, SCC-/DPF-Hinweise sowie Opt-out- bzw. No-Training-Aussagen für bestimmte Produkte. Für eine Nutzung im EU/EWR-Raum ist die Lage aber nicht vollumfänglich unkompliziert: Die Datenschutzrichtlinie nennt als primären Speicher- bzw. Verarbeitungsort die USA, eine ausdrückliche EU-Datenresidenz für die allgemeine SaaS-Nutzung ist auf der Website nicht angegeben, und die Standardnutzung für Free/Pro/Max ist trainingstechnisch standardmäßig aktiviert, bis Nutzer widersprechen. Ein relativ datenschutzfreundlicher Weg ist dokumentiert für Enterprise sowie für die Sonar API mit Zero Data Retention, aber dies ist produkt- bzw. planabhängig und nicht gleichbedeutend mit allgemein belegter EU/EWR-Datenresidenz.
Positiv
Positiv sind die veröffentlichte Datenschutzrichtlinie, ein abrufbares DPA, benannte Subprozessor-/Drittmodell-Strukturen, EU-Vertretung in Berlin, Hinweise auf SCCs und DPF für EU-/UK-Transfers, ein dokumentiertes Opt-out für KI-Training bei Free/Pro/Max, die Aussage, dass Enterprise-Daten niemals für KI-Training verwendet werden, sowie für die Sonar API eine strikte Zero-Data-Retention-Policy. Zudem nennt die Website eine SOC-2-Type-II-Bescheinigung.
Negativ
Negativ ist, dass die Datenschutzrichtlinie Datenverarbeitung primär in den USA beschreibt und keine ausdrückliche EU-/EWR-Datenresidenz für den allgemeinen Dienst nennt. Für Free, Pro und Max ist KI-Datenspeicherung bzw. Datenerfassung für Training standardmäßig aktiviert; ein Opt-out wirkt nur für künftige Daten, zuvor erfasste Trainingsdaten können laut Help Center nicht gelöscht oder entfernt werden. Server-/Rechenzentrumsstandorte in der EU oder dedizierte EU-Regionen werden auf der Website nicht angegeben. On-Prem- oder Self-Hosting-Optionen sind auf der Website nicht angegeben.
Serverstandort
Laut Datenschutzrichtlinie können Daten in anderen Ländern gespeichert oder verarbeitet werden, 'hauptsächlich in den USA, wo wir unsere Server und Support-Teams haben'. Ein konkreter EU-/EWR-Serverstandort oder eine EU-Datenresidenz wird auf der Website nicht angegeben. Im DPA wird Amazon Web Services als Cloud-Infrastruktur mit Standort 'weltweit' genannt.