„Automate your work.“
Make ist eine visuelle No-Code-/Low-Code-Automatisierungsplattform für Integrationen, Workflows und zunehmend auch agentische KI-Prozesse.
Unternehmen können damit Daten und Aktionen zwischen 3.000+ Apps verbinden, API-basierte Abläufe automatisieren und KI-Funktionen wie AI Agents, AI Toolkit, AI Content Extractor, AI Web Search und MCP-Server in Szenarien einbauen. Das Produkt adressiert sowohl einfache App-Automationen als auch komplexere Enterprise-Workflows mit Team-, Governance- und Hybrid-Anbindung.
Make
Automate your work
Standort: USA ⓘ Celonis, Inc., One World Trade Center, 87th Floor, New York, NY 10007, USA.
Pro Alles aus Core plus Priority Scenario Execution, Custom Variables und Full-Text Execution Log Search.
Teams Alles aus Pro plus Teams, Teamrollen und Teilen von Szenario-Templates. Sonstiges Enterprise Custom Functions Support, Enterprise App Integrations, 24/7 Enterprise Support, Value Engineering, Overage Protection und Advanced Security.
Credits / AI Agents Creditbasierte Nutzung für Szenarien und KI-Automatisierung; Funktionsumfang je Plan.
Zielgruppe
Make richtet sich an ein breites Spektrum: von Einzelanwendern, die einfache App-Automationen per Drag-and-drop bauen möchten, bis zu Teams und Großunternehmen, die fachbereichsübergreifende Integrations- und KI-Landschaften aufbauen. Offiziell adressiert Make u. a. Marketing, Sales, Operations, Customer Experience, Finance, IT, HR und Workplace Productivity. Für Enterprise-Nutzer positioniert sich Make zusätzlich als Plattform für skalierbare, sichere und governance-fähige Automatisierung.
Herausragende Funktionen
Besonders hervorzuheben sind die visuelle Szenario-Modellierung, die große App-Bibliothek und die jüngere Verzahnung von KI mit klassischer Automatisierung. Make nennt unter „Make + AI“ mehrere Bausteine: AI Applications, MCP Server, AI Content Extractor, AI Web Search (beta), AI Agents und AI Toolkit. Die neuen AI Agents werden direkt im Builder erstellt und bieten laut Make eine nachvollziehbare Ausführung über ein Reasoning-Panel, was Debugging und Transparenz gegenüber typischen Black-Box-Agenten verbessert.
Wichtigste Anwendungsfelder
Zu den wichtigsten Feldern gehören App-Integrationen, Daten- und Prozess-Synchronisation, Lead- und CRM-Automation, E-Mail- und Marketing-Workflows, Support-Triage, Reporting, Dokumentenextraktion und KI-gestützte Entscheidungslogik. Make nennt außerdem konkrete Agentenbeispiele wie Support-Ticket-Triage, Sales Outreach, Content Marketing, Market Research und Candidate Screening. Damit deckt das Tool sowohl klassische BPA-Szenarien als auch neuere agentische Use Cases ab.
Nutzung & Hinweise
Die Bedienung erfolgt primär über den visuellen Scenario Builder. Für KI-Funktionen ist wichtig: AI Agents sind offiziell in Open Beta, und das Pricing kann sich ändern. Das Abrechnungsmodell basiert auf Credits; bei KI-Funktionen steigt die Komplexität, weil neben Operationen auch Tokens, Dateigrößen, Seiten oder Laufzeiten einfließen können. Aus Datenschutzsicht sollte man besonders auf die gewählte Hosting-Region, die aktivierten AI-Dienste und die Datenschutzbedingungen der angebundenen Drittanbieter achten.
| Zielgruppe | Einschätzung |
|---|---|
| Selbstständige / Freelancer | Sehr geeignet – für wiederkehrende Workflows, Marketing, CRM, Datenabgleich und KI-Automation. |
| KMU | Sehr geeignet – visuelle Automatisierung über viele Apps, APIs und Datenquellen. |
| Agenturen / Automatisierungsexperten | Sehr geeignet – komplexere Szenarien, Router, Filter, API-Workflows und Templates. |
| Enterprise-Teams | Geeignet – Enterprise bietet mehr Sicherheit, Support, Integrationen und Governance. |
| Nicht-technische Einsteiger | Bedingt geeignet – einfacher als Code, aber komplexer als sehr einfache Zapier-Workflows. |
Hosting & Daten
1) On-Prem / lokales Hosting
Bedeutung: Die Firma betreibt die Lösung auf eigener Hardware oder in der eigenen Infrastruktur. Im strengsten Sinn läuft dabei nicht nur die Anwendung, sondern idealerweise auch das Modell lokal.
2) Private Cloud / RZ
Bedeutung: Die Lösung läuft in einer dedizierten oder stärker abgegrenzten Cloud-Umgebung, oft bei einem Hosting-Anbieter oder Hyperscaler, aber in einem deutschen Rechenzentrum oder in einer besonders kontrollierten Umgebung.
3) EU-SaaS / Managed
Bedeutung: Der Anbieter betreibt die Lösung selbst als Dienst. Die Firma nutzt das Tool als fertigen Cloud-Service, idealerweise mit EU-Datenresidenz.
4) Hybrid
Bedeutung: Ein Teil der Verarbeitung bleibt intern / lokal / in privater Cloud, ein anderer Teil läuft in einer externen Cloud oder EU-SaaS.
5) AVV / DPA
Bedeutung: Das ist der Auftragsverarbeitungsvertrag bzw. Data Processing Addendum.
Er regelt, dass der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet und an die Weisungen des Kunden gebunden ist.
6) Kein Training
Bedeutung: Der Anbieter nutzt deine Prompts, Uploads, Anhänge, Chatverläufe oder Outputs nicht zum Training oder zur Verbesserung des allgemeinen Modells — idealerweise vertraglich ausgeschlossen.
7) Open-Source-/Transparenz-Pfad
Bedeutung: Es gibt einen Weg zu mehr technischer Transparenz und Souveränität, etwa durch:
- offene Modelle
- dokumentierte Komponenten
- self-hostbare Teile
- nachvollziehbare Architektur
- Export-/Wechselmöglichkeiten
| On-prem / local hosting | ⚠️ |
| Private cloud / data center | ⚠️ |
| EU SaaS / Managed | ✅ |
| Hybrid | ✅ |
| DPA / AVV | ✅ |
| No training on customer data | ❓ |
| Open source / transparency path | ⚠️ |
Gesamteinschätzung Hosting & Daten:
Make ist eine Managed-SaaS-Plattform für visuelle Automatisierung und KI-Agenten. On-Premises-Hosting ist öffentlich nicht als Standardoption belegt. Positiv sind 3.000+ Apps, visueller Workflow-Builder, API-Zugriff, Router/Filter, Teamrollen, Szenario-Templates, Enterprise-Support und AI Agents. Kritisch bleiben Drittanbieter-Verbindungen, Logs, Datenübertragung zwischen Apps, API-Credentials und KI-Provider in Szenarien.
Fazit:
Make ist stark für flexible, visuelle Business-Automation; für DSGVO-Nutzung sind DPA, Datenminimierung, EU-/Regionenprüfung, Credential-Sicherheit und Prüfung aller verbundenen Apps entscheidend.
| On-prem / local hosting | ⚠️ |
| Private cloud / data center | ⚠️ |
| EU SaaS / Managed | ✅ |
| Hybrid | ✅ |
| DPA / AVV | ✅ |
| No training on customer data | ❓ |
| Open source / transparency path | ⚠️ |
Gesamteinschätzung Hosting & Daten:
Make ist eine Managed-SaaS-Plattform für visuelle Automatisierung und KI-Agenten. On-Premises-Hosting ist öffentlich nicht als Standardoption belegt. Positiv sind 3.000+ Apps, visueller Workflow-Builder, API-Zugriff, Router/Filter, Teamrollen, Szenario-Templates, Enterprise-Support und AI Agents. Kritisch bleiben Drittanbieter-Verbindungen, Logs, Datenübertragung zwischen Apps, API-Credentials und KI-Provider in Szenarien.
Fazit:
Make ist stark für flexible, visuelle Business-Automation; für DSGVO-Nutzung sind DPA, Datenminimierung, EU-/Regionenprüfung, Credential-Sicherheit und Prüfung aller verbundenen Apps entscheidend.
Stärken & Schwächen im Überblick
| Stärken | Schwächen |
|---|---|
| – Sehr starke visuelle Workflow-Modellierung ohne Pflicht zu eigener Backend-Entwicklung. | – Das Preismodell ist credits-basiert; bei KI- und erweiterten Funktionen kann der Verbrauch dynamisch nach Operationen, Tokens, Seiten, Dateigröße oder Laufzeit schwanken, was die Kalkulation erschwert. |
| – 3.000+ Standard-Apps und API-Zugriff für breite Integrationsabdeckung. | – Die Free-Stufe ist für produktiven Betrieb deutlich begrenzt, u. a. mit 1.000 Credits/Monat, 2 aktiven Szenarien und 15-Minuten-Intervall. |
| – KI-Funktionen sind nicht nur Add-ons, sondern direkt in Szenarien integrierbar. | – Der On-Prem-Agent ist laut Help Center eine Enterprise-Funktion und unterstützt derzeit nur den HTTP-Agent-Ansatz, also kein vollwertiges Self-Hosting der Gesamtplattform. |
| – Enterprise-Ausbau mit Team-Rollen, Templates, Enterprise-Apps, On-Prem-Agent und erweiterten Security-Funktionen. | – Die neuen AI Agents stehen offiziell in Open Beta; Funktionalität und Pricing können sich ändern. |
| – Offizielle Datenschutz-/Compliance-Dokumentation ist vergleichsweise umfangreich veröffentlicht. | – Für Drittanbieter-Services und deren Datenschutz-/Nutzungsbedingungen bleibt der Kunde laut MSA selbst verantwortlich. |
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DSGVO-konforme Nutzung möglich?
DSGVO-Einschätzung: Make ist aus DSGVO-Sicht bedingt bis gut geeignet, besonders für europäische Unternehmen, wenn DPA und passende Datenregion genutzt werden.
Positiv ist, dass Make eine Privacy-&-GDPR-Seite, ein Data Processing Agreement, Subprozessoren-/SCC-Dokumente sowie SOC 2 Type II und SOC 3 nennt. Positiv ist außerdem der europäische Anbieter-/Celonis-Bezug und die Möglichkeit, Automationen stark zu kontrollieren.
Negativ ist, dass Daten je nach angeschlossenen Apps, Modulen, KI-Anbietern und Drittanbietern in weitere Systeme übertragen werden; für KI-Funktionen sind die jeweiligen Modellanbieter zusätzlich zu prüfen.
Serverstandort: Make verweist öffentlich nicht in allen Quellen klar auf einen pauschalen Serverstandort für alle Accounts; Enterprise-/Regionen-/Subprozessoren sollten konkret geprüft werden. Weiterführender Link: Make Privacy & GDPR, Security, DPA.